Stadtbücherei Frankfurt am Main

Share on linkedin
Share on twitter
Share on facebook
Share on print
Share on email

Optimierte Services dank leistungsstarkem Rückgabesystem und dezentraler Sortierung

Mit der neuen Rückgabe- und Sortieranlage konnten Personalressourcen freigesetzt werden, die auch in die Erweiterung der Öffnungszeiten geflossen sind.

In Frankfurt am Main, einer international geprägten Metropole, deren Einwohnerzahl seit Jahren überdurchschnittlich wächst, fungiert die Stadtbücherei zweifellos als sogenannter Dritter Ort. Sie zählt zu den publikumsstärksten Einrichtungen der Stadt Frankfurt und verzeichnet an 18 Standorten etwa 1,5 Millionen Besuche im Jahr.

flex AMH patron Frankfurt library

Allein die Zentralbibliothek und die Musikbibliothek im Haus Hasengasse stellen knapp 186.000 Medieneinheiten zur Ausleihe bereit und wurden 2017 knapp 516.000 Mal besucht. Tendenz steigend. Seit dem Umzug in die Hasengasse 4 im Jahr 2007 ist die Zentralbibliothek für die Stadtgesellschaft ein unverzichtbarer kultureller Treffpunkt sowie ein großzügig angelegter Lern- und Veranstaltungsort. Vor dem Einzug wurden das Gebäude der ehemaligen Stadtsparkasse grundlegend renoviert und auf die zeitgemäßen Anforderungen einer modernen Bibliothek abgestimmt. Ganz nach dem Motto „Wir öffnen Räume und Horizonte“ entstand ein frisches, helles modernes Innenraumkonzept, das laut Imagebroschüre als „Oase in der Hektik des Alltags und als Treffpunkt für Begegnungen und Meinungsaustausch“ fungiert. Zugleich wurde die Bibliothekstechnik modernisiert und auf RFID umgestellt.

Erneuerung der Rückgabe und Sortierung

Seit August 2017 ist in der Zentralbibliothek eine neue komplexe Lösung für die Medienrückgabe, den Weitertransport und die Sortierung installiert. Konkret besteht sie aus zwei Rückgabeportalen mit einer 2-Wege-Sortierung im Erdgeschoss und einer Sortieranlage im Untergeschoss mit 16 Sortierzielen. Ein Medienlift verbindet die beiden Stockwerke. Eines der beiden Rückgabeportale befindet sich im Foyer, das dank einer elektronischen Zutrittskontrolle auch unabhängig von den Öffnungszeiten täglich von sechs Uhr morgens bis Mitternacht betreten werden kann. Das andere liegt im Innenraum der Bibliothek.

Frankfurt library patrons at computer

„Der Einbau der größeren Rückgabeanlage ist eine wichtige Serviceerweiterung für die Nutzerinnen und Nutzer der Stadtbücherei“, erklärt Frau Dr. Sabine Homilius, Leiterin der Stadtbücherei Frankfurt. Der Einsatz einer RFID-gesteuerten Rückgabe war für die Zentralbibliothek nichts Neues. Seit 2009 nutzte die Bibliothek bereits eine Außenrückgabe mit einer 4-Wege Sortierung. Waren die Kapazitäten der ersten Anlage anfangs ausreichend, so stieg mit den Jahren kontinuierlich der Bedarf. Der Zeitaufwand, den das Personal für das Leeren der Container aufwenden musste, stand schließlich nicht mehr im gewünschten Verhältnis zur eigentlich erwarteten Arbeitseffizienz, den das System bieten sollte. Da die Benutzer nicht nur hauseigene Medien in der Zentrale zurückbringen können, sondern auch die Bestände aller anderen Stadtteilbibliotheken, ist die Auslastung der Installation besonders hoch. „Die Entscheidung für die neue Anlage war zunächst einmal der Tatsache geschuldet, dass die alte Anlage regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen stieß. Wir mussten auf die steigende Nutzung reagieren und eine adäquate Lösung finden“, kommentiert Sabine Homilius. 

flex AMH patron induction Frankfurt library

Horizontaler und vertikaler Transport in Kombination

Den Planern wurde schnell bewusst, dass die Medienumsatzzahlen einen Anlagenumfang verlangten, der im Eingangsbereich des Erdgeschosses nicht realisiert werden konnte. Gemeinsam mit Architekten und bibliothecas Projektmanagern wurden daher bauliche Veränderungen und eine Anlage über zwei Stockwerke konzipiert. Der besondere Clou: Ein Paternoster transportiert die Medien vom Erdgeschoss in einen eigens vergrößerten Raum im Untergeschoss.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Erstens kann auf diese Weise der größere Teil der umfangreichen Sortierung ins Untergeschoss verlagert werden. Erdgeschossflächen nahe dem Eingang, die für eine anderweitige Nutzung attraktiv sind, werden somit nicht unnötig blockiert. Zweitens bieten die unteren Räume eine große räumliche Flexibilität, um eine Systemlösung für einen möglichst langfristigen Einsatz zu installieren. Kapazität und Leistung sind auf diese Weise für die Zukunft großzügig ausgelegt und im Bedarfsfall leicht modular erweiterbar.

flex AMH transportationSystems Frankfurt library

Eine weitere Herausforderung bestand darin, dass das Foyer tiefer als die Bibliotheksräume liegt. Ein Höhenunterschied von knapp einem halben Meter musste über eine Strecke von 1,40 m ausgeglichen werden. Mit einem speziellen Transportband werden die Medien zunächst von der Foyerrückgabe zur zentralen Rückgabe befördert. Dort werden die Vormerkungen der Zentralbibliothek direkt in einen Bin im Erdgeschoss sortiert und alle anderen Medien sukzessive in den Paternoster geschoben, um im Untergeschoss auf dem Förderband der 16-Wege-Sortierung zu landen und den richtigen Container anzusteuern. Im Untergeschoss hat das Personal zudem die Möglichkeit, an einem staffReturn Medien manuell einzubuchen und automatisch sortieren zu lassen.

Die baulichen Maßnahmen im Untergeschoss konzentrier-ten sich auf das Versetzen von nichttragenden Wänden und Türen, um eine optimale Raumnutzung zu erreichen. Im Erdgeschoss wurde für den Paternoster ein minimaler Durchbruch nach unten geschaffen. Um den Zugang außerhalb der Öffnungszeiten in den wettergeschützten Foyerbereich zu ermöglichen, wurde vor der Bibliothek eine Stele montiert. Mit einem Bibliotheksmedium erhält der Besucher Zutritt.

Frankfurt am main library exterior courtyard

Herausragende Leistung

Bei einer parallelen Befüllung beider Rückgabeautomaten kann eine Transportleistung von 820 Medien pro Stunde erreicht werden. Aktuell ist die Anlage unter der Woche gleichmäßig ausgelastet: Rund 1.200 Rückgaben werden pro Tag gezählt. Am Wochenende, wenn die Bibliothek geschlossen hat, ist diese Zahl niedriger. Viele Besucher verbinden ihren Weg zur Bibliothek zugleich mit einer Nutzung der anderen Angebote und der Möglichkeit, neue Titel mitnehmen zu können. Die neue Anlage ist gegenwärtig sowie für die Zukunft perfekt dimensioniert. Sogar an Feiertagen werden alle Rückgaben gut gefasst ohne dass eine Leerung der Bins während dieser Tage erforderlich wäre.

Fazit

Im Jahr 2017 verzeichnete die Zentralbibliothek eine Steigerung der Besuche um 3,3 Prozent. Jedes Jahr finden mehrere hundert Weiterbildungsveranstaltungen, Lesungen, Vorträge und Diskussionen statt, die sich großer Beliebtheit erfreuen und die unterschiedlichsten Zielgruppen ansprechen. Umso wichtiger ist es, dass die Nutzer die Anlage sehr gut angenommen haben. Sie haben unabhängig von Personal und Öffnungszeiten täglich 18 Stunden die Möglichkeit, Medien aus allen Filialen der Stadtbücherei Frankfurt zurückzugeben. 

flex AMH patron induction Frankfurt library

Die Erweiterung der Anlage ist dank der der höheren Leistung, Kapazität und Verfügbarkeit eine bedeutende Maßnahme zur Optimierung der Services für die Nutzer. Ein ausgeklügeltes Raum- und Systemkonzept, um minimale Platzverhältnisse mit einer maximal nachhaltigen Anlage zu bestücken, trägt maßgeblich zur Effizienz der Lösung bei. „Zugleich war der Ausbau eine strategische Entscheidung im Rahmen der Personalentwicklung. Wenn wir Mitarbeitende von Routinetätigkeiten wie der Rücknahme von Medien entlasten, bleiben mehr Ressourcen für die Beratung der Leserinnen und Leser und das Etablieren neuer Vermittlungsangebote wie der Digitalen Stunde. Mithilfe der neuen Anlage konnten Personalressourcen freigesetzt werden, die unter anderem auch in die Erweiterung der Öffnungszeiten der Zentralbibliothek geflossen sind“, fasst Sabine Homilius zusammen.

Ein besonderes Highlight sind Glasfenster auf beiden Geschossen, die einen Blick auf die Technik zulassen. Die Besucher beobachten immer wieder fasziniert, wie die Medien nach dem Einwurf gleich weiter transportiert werden, wie der Paternoster das Buch aufnimmt, wie die Titel auf der langen Sortierstraße entlang flitzen und wie mit Zauberhand in einen nur scheinbar willkürlichen Bin fallen. Kurz: „Der Blick auf die Anlage ist ein Publikumsmagnet. Wir empfehlen anderen Bibliotheken in jedem Fall, ihren Leserinnen und Lesern die Durchsicht zur Rückgabe zu ermöglichen“, schließt Sabine Homilius.

flex AMH transportationSystems Frankfurt library

Fotos © Stadtbücherei Frankfurt

SaveSave

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Kontaktieren Sie uns, wenn Sie weitere Details zu den in der Case Study erwähnten Lösungen erhalten möchten.

Share on linkedin
Share on twitter
Share on facebook
Share on print
Share on email

Lesen Sie unseren Newsletter!

Bleiben Sie up-to-date dank aktueller Kunden-Testimonials. Verpassen Sie keinen unserer Veranstaltungstermine.
Bitte beachten Sie: Mit der Registrierung erklären Sie sich einverstanden, dass bibliotheca Ihnen die oben erwähnten Informationen über eMail zusenden darf. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit widerrufen. Zudem stimmen Sie zu, dass wir Ihre personenbezogenen Daten gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der damit verbundenen Datenschutzerklärung speichern und verarbeiten dürfen.
Abonnieren

Kontaktieren Sie uns!

Benötigen Sie Hilfe oder Informationen? Haben Sie Fragen an unser Vertriebsteam? Wir helfen Ihnen gerne weiter.