58 Prozent mehr Besucher*innen in der Hochschulbibliothek Mainz als OpenLibrary. Erste akademische Bibliothek in Deutschland erweitert Öffnungszeiten mit open+.

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58 Prozent mehr Besucher*innen in der Hochschulbibliothek Mainz dank open+

Die Bibliothek der Hochschule Mainz hat seit Oktober 2019 ihre Öffnungszeiten durchschnittlich um 33 Stunden erweitert. Sie ist die erste wissenschaftliche Bibliothek in Deutschland, die zusätzlich als Open Library personalunabhängig öffnet und im Schnitt 56 Prozent der Öffnungsstunden komplett automatisiert. Die Resonanz und Akzeptanz der open+ Lösung sind überwältigend.

Vergleicht man die Besuchszahlen der Monate November/Dezember von 2018 mit 2019 wird eine Steigerung um 58 Prozent ersichtlich. Allein während der open+ Zeiten zählt die Bibliothek innerhalb der ersten vier Monate knapp 3.000 Eintritte. Konkret wurde während des Semesterbetriebs von 51 auf 78 Öffnungsstunden aufgestockt. 43 Prozent der Öffnungszeiten sind mit open+ abgedeckt. Das open+ System lässt der Bibliothek bei der Einteilung der Öffnungszeiten dabei gänzlich freie Hand und bietet maximale Flexibilität: Während der semesterfreien Zeit im September und Frühjahr öffnet das Haus 64 Stunden, davon 39,5 im Open Library Betrieb. Ursprünglich war die Bibliothek während dieser Monate nur 26 Stunden geöffnet; man kann somit von einem Ausbau der Öffnungszeiten von 146 Prozent sprechen. In den Sommermonaten Juli und August erweitert die Bibliothek ihre Öffnungszeiten nun von 20 auf 55 Wochenstunden; 35 davon mit open+. Das entspricht einer Steigerung von 175 Prozent.

Faszinierend ist, dass sich die Studierenden in „ihrer“ Open Library anders benehmen als früher. Bibliotheksleiterin Ivana Oruc kommentiert:

Die Bibliothekarin erklärt sich dieses mit der neu gewonnenen Freiheit und Unabhängigkeit hinsichtlich Öffnungszeiten. „Das Tolle ist zudem: Wir sind ständig voll besetzt!“, freut sich Ivana Oruc. Aufgrund der großen Fenster ist von außen gut sichtbar, dass die Bibliothek auch zu ungewöhnlichen Zeiten geöffnet ist und dabei intensiv genutzt wird.

Die Studierenden der Hochschule Mainz wünschten sich seit Jahren immer wieder von Neuem längere Öffnungszeiten. Das Budget bot allerdings keine Möglichkeit Personal aufzustocken oder einen Wachdienst zu engagieren. Mit Hilfskräften hatte die Bibliothek versucht einen Ausgleich zu schaffen, doch langfristig war das keine Lösung. „So konnten wir zwar werktags wenigstens bis 18 Uhr und dienstags sogar bis 21 Uhr öffnen, aber das war einfach nicht lang genug!“, schildert Ivana Oruc die Situation.

„Als wir im Sommer 2018 mit bibliotheca von Barcodes und EM-Technologie auf RFID umstellten, brachte Marco Sauer, Projektmanager bei bibliotheca, open+ ins Spiel und somit den Stein ins Rollen. Ich war sofort begeistert, denn auch die Kosten waren überschaubar“, berichtet Ivana Oruc.

Technische Hürden hinsichtlich Brandschutz und Haustechnik waren zwar nicht ganz so schnell genommen wie erhofft, aber aus heutiger Sicht ein letztlich gut zu bewältigender Organisationspunkt.

Nutzer*innen sind begeistert

„Am Eröffnungstag wurden wir regelrecht überrannt. Die Studierenden strömten ab sieben Uhr ins Haus. Einwilligungserklärungen bezüglich der Videoaufnahmen während der open+ Zeiten waren kein Thema und wurden gern ausgefüllt,“ erzählt Oruc. RFID-Gates und ein selfCheck 1000 komplettieren neben open+ die technische Infrastruktur und ermöglichen den Studierenden zudem die lang ersehnte Selbstbedienung.

freut sich Ivana Oruc, die Leiterin der Hochschulbibliothek, und ergänzt: „open+ bietet eine Fülle von Vorteilen, auch aus ökonomischer Sicht – vorausgesetzt, die Nutzer*innen verstehen, dass ihr richtiges Verhalten ausschlaggebend für die weitere Erhaltung des Systems ist, denn nur mit Fairplay kann es funktionieren.“ Die Studentin eines berufsintegrierenden Master-Studiengangs kommentiert:

Und ein Kommilitone betont: “Am besten finde ich, dass wir jetzt auch morgens vor der Vorlesung Bücher ausleihen können.”

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